Das Stück befasst sich mit Täter*innen des NS-Regimes und zeigt, wie Pflichtgefühl, Karrierestreben, Gruppendruck und Abstumpfung den Vernichtungsapparat – vom Schreibtisch bis zur Rampe – mit unheimlicher Normalität und bürokratischer Ordnung am Laufen hielten. Im Zentrum steht die Frage, wie „ganz normale“ Menschen zu Rädern in dieser Maschinerie wurden.
Zwei alte Frauen, Mitläuferinnen des Systems, unterhalten sich über ihre begeisterte Jugend, erzählen von Aufmärschen, von jugendlichem „Vorwärtskommen“, vom Wegsehen und radikalen Ausschalten der eigenen Gefühle.
Ein ehemaliger KZ-Aufseher blickt zurück. Wir fragen. Wir versuchen zu verstehen, wie aus einem jungen Volksdeutschen ein Mörder, der „Schrecken von Auschwitz“, wurde.
„Das alles seine Ordnung hat“ ist eine dokumentarische Theater-Montage aus Biografien, Tagebüchern, Zeitzeugenberichten, historischen Dokumenten und eigenen, ganz persönlichen Gedanken.
Konzept und Idee: Susi Claus und Astrid Endruweit
Dramaturgie und Spiel: Susi Claus und Astrid Endruweit
Puppenbau & künstlerische Mitarbeit: Judith Mähler
Projektbegleitung & Lichtgestaltung: Jana Oppermann
Abenddramaturgie & Vermittlung: Kathrin Goosses
Gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur. Aus Mitteln des KiA-Programms der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.