Der alte Graf von Moor vergöttert seinen hübschen Sohn Karl. Franz, der jüngere Sohn, sinnt auf Rache. Er will das Erbe an sich bringen: „Alles um mich her ausrotten, was mich einschränkt, dass ich nicht Herr bin.“ Mit einem gefälschten Brief schwärzt er Karl beim Vater an. „It's Tragedy“ ahnen die Bee Gees.
Mit „Please Mr. Postman look and see if there is a letter for me“ von den Carpenters wartet Karl in Leipzig auf Post vom Vater. Stattdessen kommt ein Brief des Bruders: „Du sollst hingehen, lässt dir der Vater sagen, wohin dich deine Schandthaten führen.“ Er solle sich „keine Hoffnung machen“.
Die Toten Hosen trösten: „Nur keine Panik, so schlimm wird es nicht! Mehr als deinen Kopf reißt man dir nicht weg!“. Aus Verzweiflung gründet Karl eine Räuberbande. „Räuber und Mörder! - So wahr meine Seele lebt, ich bin euer Hauptmann!“ ruft Karl und Peter Fox ergänzt: „Ich bin die Abrissbirne für die d-d-d-deutsche Szene.“ So nimmt das Drama seinen Lauf.
Spiel: Bridge Markland
Regie: Bridge Markland, Heike Gäßler
Soundtrack Konzept: Bridge Markland
Sounddesign: Jurij Panfilowitsch
Sprecher*innen: Frank Zimmermann (Franz von Moor) , Markus von Lingen (Karl von Moor), Friedhelm Ptok (Der alte Graf von Moor), Beate Maria Schulz (Amalia), Dieter Landuris (Spiegelberg), Christian Schaefer (Hermann), Sigurd Bemme (Daniel), Patrick O’Beirne (Razmann), Mathis Köllmann (Roller), Teo Vadersen (Schweizer), Wolf Nachbauer (Schwarz), Andreas Knud Hoppe (Grimm), Christoph Fortmann (Pastor Moser), Boris Steinberg (Pater), Jurij Panfilowitsch (Schufterle)
„… nicht nur die musikalischen Einwürfe öffnen das Tor zur Gegenwart. Auch das Groß und Klein, das Verhältnis Mensch-Puppe eröffnet eine neue Sichtweise auf den Schiller-Stoff. (…)
Ein Mensch und viele Puppen – das könnte das Theater von morgen werden.“
Süddeutsche Zeitung
„Sie ist ein Phänomen … Bridge Markland gestaltet mit Mimik, ihr Gesicht wird zur Bühne.“
Helmut Voith, Schwäbische Zeitung
„Dabei dient die Kiste Markland als Bühnenbild, Backstage und Wunderkoffer zugleich. Sie verschwindet darin als heimtückischer Franz und kommt Sekunden später als zarte Amalia mit langem lockigem Haar wieder heraus. … Egal was die Markland spielt, es ist immer intensiv. Dabei arbeitet sie hauptsächlich mit ihrer extrem ausdrucksstarken Mimik. … Untermalt mit Popmusik und Klassik wird aus einem vermeintlich verstaubten Klassiker ein minimalistischer Kinofilm ohne Leinwand, der es mit jedem TV-Krimi problemlos aufnehmen kann.“
Norddeutsche Rundschau
„Ist das Pop-Theater oder Theater-Pop? Egal. In jedem Falle ist es eine der rasantesten und unterhaltsamsten Vollplayback-Shows mit gleichzeitigem Bildungsauftrag. Und, noch wichtiger: eine, die mit deutscher Klassik jugendliche Zuschauer zu begeistern weiß.“ NRZ