Wie werden Menschen zu Tätern? Und ganz persönlich: würde man selbst zum Täter werden? Ist es die eigene Entscheidung? Oder ist es das System, was einen zum Täter werden läßt? Würde man solch ein System rechtzeitig erkennen? Im dritten Teil der NS-Trilogie geht Susi Claus mit Astrid Endruweit dem Unbegreiflichen nach – der Frage, weshalb sich Menschen einer gewaltverherrlichenden Ideologie anschließen oder sogar selbst Ausübende von brutalster Gewalt werden.
Wie in den vorangegangenen Projekten WENN ALLES AUSEINANDER FÄLLT und EINER VON EUCH SEIN werden erneut individuelle Schicksale beleuchtet. Wie waren die Lebenswirklichkeiten dieser Jahre? Wie konnten so viele Männer und Frauen in ein System von Einschüchterung und Terror eingegliedert werden? Originalmaterialien werden mit Momenten des Gesprächs und des gemeinsamen Nachdenkens unter den Darstellerinnen verknüpft. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Gegenwart. Themen wie Fake News, der Aufbau von Feindbildern oder die Angst vor Fremden bieten reichlich Anlass zur Auseinandersetzung.
Konzept und Idee: Susi Claus und Astrid Endruweit
Dramaturgie und Spiel: Susi Claus und Astrid Endruweit
Puppenbau: Judith Mähler
Gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur. Aus Mitteln des KiA-Programms der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.